Wozu überhaupt Studiofotos mit seinem Hund machen?


Wenn man an Hundefotografie denkt, denken die meisten zuerst vorwiegend an Outdoor Fotos in einer tollen Landschaft. Ist ja auch naheliegend! Immerhin verbringt man gerade mit Hund viel Zeit draußen, der Hund kann sich während dem Shooting viel bewegen und Zeit in der Natur an der frischen Luft ist immer schön. Wenn man Indoor Fotos möchte, kommt einem vermutlich auch zuerst mal eine klassische Homestory bei sich zuhause in den Sinn. An Studiofotografie denken allerdings die wenigsten. Immerhin assoziiert man damit kalte, sterile Studioräume und grelles Blitzlicht. Nicht gerade einladend für Hunde, oder?


Der Gedanke, Studiofotografie anbieten zu können, schwirrt mir schon seit ich begonnen habe, Hunde zu fotografieren durch den Kopf. Es war mir aber immer klar, dass es nicht diese kalte Studio-Atmosphäre sein soll. Ich war noch nie ein Freund von Studioblitzen und habe schon immer lieber mit Tageslicht gearbeitet und vor allem Tiere reagieren auch sehr sensibel auf das grelle, blitzende Licht. Manche haben sogar Angst davor. Nach einigen Homestories, bei denen die Voraussetzungen von Licht und teilweise auch der Location nicht 100% perfekt waren, habe ich mir gedacht: wieso erschaffe ich nicht dieses kleine „perfekte“ Wohnzimmer für Fotos wie zuhause? 1 ½ Jahre später war es endlich so weit und ich hab mich in ein kleines Gemeinschaftsstudio eingemietet und konnte meinen Traum endlich verwirklichen.

Top motiviert und mit viel Liebe habe ich begonnen, ein Konzept für mein neues Angebot zu erstellen. Ich habe an Moodboards gefeilt, Requisiten gesucht usw. Alles in allem hat es dann nochmal beinahe 6 Monate gedauert, bis endlich die erste Studio Homestory über die Bühne ging und es war für mich noch viel mehr, als ich es mir erwartet hatte! Ich hatte plötzlich genau die Bilder, von denen ich immer geträumt habe! Bilder, die beim bloßen Betrachten schon Gemütlichkeit und Vertrautheit vermitteln. Bilder auf denen all die Emotionen, die man als Hundemensch seinem Vierbeiner entgegenbringt, perfekt einfangen.


Doch wieso sind diese Studioaufnahmen so etwas Besonderes?



PURE GEMÜTLICHKEIT


Ich habe ja bereits erwähnt, dass es mir sehr wichtig war, den Raum möglichst gemütlich zu gestalten. Der Gedanke von kaltem Studio soll erst gar nicht aufkommen! Aber –  der Raum ist natürlich dennoch neu für den Hund und damit aufregend. Es wäre also unmöglich gleich nach Ankunft innige Kuschel-Bilder zu machen. Und damit kommen wir auch schon zu dem Punkt, der diese Shootings nochmal besonders macht: Wir haben besonders viel Zeit!


Jeder der zu mir ins Studio kommt, bekommt erstmal eine Tasse Tee oder Kaffee und wir plaudern mal ein bisschen, besprechen das Fotoshooting, was der Hund mag und was vielleicht nicht, usw. Mindestens die ersten 30 Minuten der Zeit im Studio verbringen wir also mal nicht damit, zu fotografieren, sondern damit, die idealen Rahmenbedingungen zu schaffen. In der Zeit kann sich der Hund mal in Ruhe umschauen, alles erkunden und in Ruhe ankommen. Bei besonders aufgeregten Kandidaten empfehle ich immer noch zusätzlich eine Decke von zuhause und etwas zum Kauen oder ähnliches mitzunehmen. Also etwas Vertrautes, dass dem Hund hilft Stress abzubauen und anzukommen.


Wenn dann etwas Ruhe eingekehrt ist, legen wir ganz entspannt los. Nicht etwa damit, den Hund gleich durch 100 Signale am „richtigen“ Ort zu behalten, sondern einfach damit, dass sich Frauli und/oder Herrli mal in seine Nähe begeben und mit ihm interagieren. Das kann durch Spiel sein, einfach nur durch ein Locken oder, wenn es dem Hund Spaß macht und er Lust darauf hat, auch mit tricksen. Alles, was Spaß macht, ist dabei erlaubt. Wichtig ist dabei nur: wir sind bei keiner Trainingsstunde am Hundeplatz. Wenn der Hund also mal auf etwas keine Lust hat, oder etwas vielleicht auch einfach gerade nicht kann, weil die Aufregung zu groß ist, muss er das auch nicht und er darf zu jeder Zeit die Situation verlassen.

Vor- und Nachteile


Wie bei jedem anderen Shooting gibt es auch im Studio Vor- und Nachteile, denen man sich bewusst sein muss, wenn man ein Shooting macht. Damit wir den Absatz positiv beenden, starte ich mal mit den Nachteilen ;))

Die Nachteile halten sich bei den Studioshootings tatsächlich sehr in Grenzen! Ein Nachteil kann die Lichtsituation sein. Nicht zu jeder Tages- und Jahreszeit kann rein mit Tageslicht fotografiert werden. Aber ich verzichte dennoch auf Studioblitze und weiche auf Tageslichtlampen aus, falls es zum Beispiel im Winter sehr grau und trist ist. Auf den Bildern merkt man den Unterschied nicht. Dafür brauchten eventuell du und dein Hund eine Spur länger um anzukommen und sich rundum wohl zu fühlen, da es natürlich einen Unterschied macht, ob das Licht rein durchs Fenster kommt oder ob noch zusätzlich eine Lampe auf dich gerichtet ist. Aber nach ein paar Minuten fällt einem auch das kaum mehr auf :).


Einen weiteren Nachteil gibt es noch, der allerdings nur mich selbst und nicht dich und deinen Hund betrifft. Natürlich steht viel Dekoration im Raum und da geht auch schonmal was kaputt, dass dann ersetzt werden muss. Aber auch das sehe ich sehr entspannt. Wenn mal was kaputtgeht, ist es eben so und es gibt mir nur einen guten Grund, wieder schöne Dekoration kaufen zu können!


Das war es eigentlich auch schon mit den Nachteilen. Also springen wir direkt zum positiven Teil: den vielen Vorteilen gegenüber anderen Shootings!

Ein sehr offensichtlicher Vorteil ist, dass wirklich jeder Hund abgeleint werden kann. Immerhin befinden wir uns in einem geschlossenen Innenraum und er kann nicht irgendwohin abhauen, jagen gehen oder auf die Straße laufen. Wirklich jeder Hund kann sich also problemlos frei bewegen.

Außerdem sind die Reize Indoor deutlich reduziert. Ja, es gehen mal Leute am Studio vorbei, aber im Vergleich zu draußen ist es trotzdem deutlich ruhiger und so kann sich dein Hund meist besser konzentrieren und auch schneller entspannen. Es kann kein Reh aus einem Gestrüpp springen, keine Pferdekutsche ums Eck biegen (die Wiener unter euch können diesen Punkt bestimmt nachvollziehen), und kein unangeleinter Hund plötzlich in uns reinlaufen. Auch die neuen Gerüche sind begrenzt und nur zu Beginn spannend und dann irgendwann „normal“.


Mein Lieblingsvorteil ist aber die unbegrenzte Zeit. Natürlich kann man Outdoor auch unbegrenzt lange fotografieren, wenn man möchte. Allerdings legen sich draußen wirklich die allerwenigsten Hunde hin und entspannen, wenn sie müde sind, sondern kippen ins Gegenteil und werden überdreht. Das kann uns zwar auch Indoor passieren, allerdings können wir in dem Fall einfach eine längere Pause machen und dem Hund einfach Zeit geben. Outdoor schaukelt sich diese Stimmung meistens nur immer weiter hoch bis ins Unermessliche (was auch der Grund ist, wieso ich bei Outdoorshooting nach 60-90 Minuten ganz klar sagen kann, wir sind fertig, ohne auf die Uhr schauen zu müssen). Indoor kann man da aber gut entgegenwirken und dem Hund einfach Zeit geben sich in einer ruhigen Ecke wieder etwas zu entspannen.

Für wen sind die Studioshootings besonders gut geeignet?


Grundsätzlich kann natürlich jeder zu einer Studio Homestory kommen. Es gibt niemanden, wo ich sagen würde, dass funktioniert gar nicht.

Trotzdem gibt es natürlich Kandidaten, die sich besonders gut eignen und denen ich eine Studio Homestory auch immer ans Herz legen würde!


1) Welpen

Für Welpen ist eine neue Umgebung natürlich doppelt und dreimal so aufregend wie für einen erwachsenen Hund. Außerdem sollten die kleinen noch keine allzu großen Strecken gehen und können es oft auch noch nicht und werden dann sehr schnell müde. Auch bei meinen Outdoor Welpen-Shootings achte ich also darauf, möglichst an einem Ort zu fotografieren und nicht zu viele Wechsel einzubauen.

Indoor fällt dieses „Problem“ gänzlich weg. Wir haben einfach den einen Raum, in dem er sich umsehen kann und die Reize bleiben „gleich“. Und das Beste: wenn er müde ist, kann er es sich einfach gemütlich machen. Klar, so ein Welpe ist noch nicht ganz stubenrein - aber wenn mal was daneben geht, ist das nicht schlimm.


2) Alte und kranke Hunde

Unsere Senioren sind ja oft leider nicht mehr allzu agil unterwegs, haben vielleicht auch schon die ein oder andere Krankheit und verbringen ihren Tag am liebsten schlafend auf der Couch (zumindest meistens). Da kommt ihnen das gemütliche Studio natürlich ein Stück entgegen, denn hier wird von ihnen nichts außergewöhnliches verlangt.


3) Ängstliche Hunde

So ein Leben als kleiner Angsthase kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem in der Stadt! Es gibt einfach zu viele scheinbar bedrohliche Situationen. Natürlich werden sie im Studio jetzt nicht wie durch Zauberhand zu richtigen Draufgängern, aber sie haben alle Zeit der Welt, die Umgebung in ihrem Tempo zu erkunden.


4) Alle, die Outdoor sehr aufgeregt sind

Ja auch im Studio sind wir in einer neuen Umgebung und kein Hund wird hier hereinkommen und sich einfach hinlegen und schlafen. ABER, dennoch macht es einen Unterschied, ob man drinnen oder draußen fotografiert. Vor allem für Hunde, die sich draußen sehr leicht ablenken lassen (nach dem Prinzip „oh ein Vögelchen"), sind oft Indoor etwas besser aufgehoben für ein Fotoshooting. Ja, auch hier gibt es Ablenkungen, aber deutlich weniger als Outdoor und selbst wenn sie abgelenkt sind, bleiben sie dabei mehr oder weniger im Set und sie können sich so beschäftigen, womit sie möchten.

Klingt nach dem Perfekten Shooting??


Ist es meiner Meinung auch ;)). Scherz beiseite: wenn du dir jetzt denkst: Das ist genau DAS, was du für dich und deinen Hund gesucht hast, dann sichere dir gleich deinen Termin für die nächste Studio Homestory. Sollte im Moment kein passender Termin ausgeschrieben sein, melde dich einfach bei mir! Gerne können wir uns auch einen individuellen Termin vereinbaren!

Ich hoffe, ich konnte mit dem Blog-Beitrag einige deiner Fragen und Unsicherheiten beantworten. Solltest du dennoch noch Fragen haben, buche dir einfach ein kostenloses und unverbindliches Kennenlerngespräch. Dabei treffen wir uns für 30 Minuten online oder persönlich bei mir im Studio, besprechen alle deine Fragen und lernen uns etwas besser kennen. Ich freue mich auf dich und deinen Vierbeiner!

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